Kata-Spezial in Groß-Umstadt - Karate Gäufelden

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Kata-Spezial in Groß-Umstadt

Berichte > 2019

Kata-Spezial steht für sieben intensive Trainingseinheiten an vier Tagen. Neben all dem Training und der Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten steht der Kata-Spezial aber auch für Gemeinschaft, gemeinsames Training, mit den Karatekas aus dem eigenen Dojo, Freunden und Bekannten eine schöne Zeit zu verbringen und natürlich auch um neue Freundschaften und Bekanntschaften zu schließen. Jedes Jahr ist auch unser Dojo auf dem Kata-Spezial vertreten. Dieses Jahr waren wir mit 14 Karatekas aus unserem Dojo nach Groß-Umstadt gekommen um dort zu trainieren.
Mit von der Partie waren:
Thomas Ziegler, Thomas Häcker, Mark Meloni, Michael Heitmeier, Heike Brumme, Kevin Wennrich, Heike Brösamle, Anuschka Ludwig, Markus Kahlert, Heiko Zimmermann, Lars Ludwig, Julie Ludwig, Carmela Schumacher und Ina Häcker.

Trotz unterschiedlicher Unterkünfte, trafen sich alle nach den Trainingseinheiten zum gemeinsamen Essen und um den Tag zusammen ausklingen zu lassen. Das Kata-Spezial findet jedes Jahres an Himmelfahrt bis zum darauffolgenden Sonntag statt. Trainiert wird getrennt nach Gürtelfarben (Kyu-Graden) und altersunabhängig. Jung trainiert mit Alt und Alt mit Jung, auch dies zeichnet das Kata-Spezial aus. Gelehrt werden an den vier Tagen sieben unterschiedliche Katas (Kampf gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner) mit ihrer entsprechenden Bunkai (Anwendung).

Kata stellt den imaginären Kampf des Übenden mit mehreren Gegnern und unterschiedlichen Situationen dar. Dieser Ablauf wird zwar in der Gruppe geschult, aber jeder trainiert für sich und führt dabei seinen eigenen imaginären Kampf. Zum besseren Verständnis der einzelnen Techniken innerhalb einer Abfolge wird in der Regel zu zweit noch die so genannte Bunkai (Anwendung / Umsetzung) der Techniken in einer realen Situation geübt. An dieser Stelle zitiere ich Sensei Toribio Osterkamp: „Kata ist Kampf – das ist wichtig. Kata muss Kampf zum Ausdruck bringen. Verinnerlicht das, kämpft wann immer ihr übt." Mehrmals im Laufe dieser Trainingseinheit wurden wir Übenden von Sensei Osterkamp ermahnt und ermutigt mit mehr Kampfgeist zu trainieren. Was wir natürlich als Motivation sahen und versuchten noch mehr aus uns rauszuholen.

„Kata in Blöcken" – ein Zitat von Sensei Julian Chees. Da eine Kata viele Einzeltechniken enthält, teilweise sind dies über 50, die geübt und beherrscht werden wollen, ist es wichtig, Kata richtig zu lernen und immer wieder zu üben. Sensei Chees zerlegte daher die Kata Gojoshiho sho (54 Schritte klein) in einzelne Blöcke, er ging dabei gezielt auf die richtige und exakte Ausführung der Techniken ein. Zu jedem Block vermittelte Sensei Chees uns die Anwendung, dadurch wurde der einzelne Teil klar und für uns verständlich. Denn nur wer die Anwendung kennt, versteht auch eine Kata. Die einzelnen Abschnitte wurden dann im Verlauf der Trainingseinheit von Sensei Chees geschickt zusammengeführt, sodass am Ende eine komplette Kata daraus entstand. Sensei Chees ging auch auf die allgemeine Charakteristik einer Kata ein. Er legte großen Wert auf die richtige Atemtechnik, die Körperspannung, die innere Einstellung des Übenden und des dargestellten Kampfgeistes. Genau wie Sensei Osterkamp motivierte uns Sensei Chees mit höchster Konzentration, präzise und kraftvoll und dabei noch harmonisch die Kata auszuführen. Der imaginäre Kampf muss spürbar werden.

Einen etwas anderen Ansatz verfolgte Sensei Seizo Izumiya aus Japan in seiner Trainingseinheit mit der Kata Gankaku (Kranich auf dem Felsen). Der Name geht auf eine Fußstellung in der Kata zurück, die viermal vorkommt und einem Kranich ähnelt, der seine Flügel zur Verteidigung schlägt. Sensei Izumiya ging auf die vier wichtigsten Elemente innerhalb des Karates ein, die erforderlich sind, um einen sicheren Stand zu gewährleisten und dadurch eine Kata schneller und präziser ausführen zu können. Stand, Hüfte, Schultern und die eigene Achse sind dabei diese Elemente, die gezielt trainiert und verbessert wurden. An verschiedenen Punkten der Kata Gankaku zeigte uns Sensei Izumiya, was er damit meinte und lies uns dies auch solange üben bis er mit dem Ergebnis zufrieden war. Am Ende der Trainingseinheit gab es sogar ein Lob.

Vier Tage gehen schnell vorbei. Wir haben viel trainiert, viel gelernt, viele Freunde getroffen und neue gefunden. Jeder von uns hat neue Erfahrungen gemacht und ist einen kleinen weiteren Schritt auf dem Weg seines eigenen Karate-Do gegangen. Nun gilt es das Gelernte in das eigene Training mit zu übernehmen und daran zu wachsen und besser zu werden.

Bericht von Thomas Häcker

30. Mai - 02. Juni 2019

 
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