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Was bedeuten die Begriffe:
1) Suri ashi,
2) Okuri ashi,
3) Yori ashi,
4) Tsugi ashi?
Ein Recherche im Internet ist eher verwirrend als erhellend, ich brauche aber die richtigen Definitionen, um mein Lernprogramm
zum Pauken der Begriffe im Karate-Umfeld fertig zu stellen.
Eine schriftliche Anfrage bei Akita Sensei führte zu dem Ergebnis, daß eine Japanisch-Englisch-Deutsch-Übersetzung zu
fehlerbehaftet sei und es das Beste wäre, wenn ich die Unterschiede bei einem Treffen gezeigt bekommen würde.
Da Schulferien im Dojo Jiriki Gäufelden leider trainingsfrei sind (die Halle steht nicht zur Verfügung) , aber während der
Ferien ein Lehrgang in Lenzkirch-Kappel im Hochschwarzwald, veranstaltet vom Karate Dojo ‚HakuRyuKan’ Kappel, mit
Akita Sensei als Trainer, stattfand, beschloss ich, diesmal die
traditionelle Maiwanderung unseres Vereines zu schwänzen und fuhr am Donnerstag Mittag gen Süden.
Das erste Training war abends um 19:30, die weiteren am Freitag um 19:00, Samstag und Sonntag dann wie üblich je zwei
Trainingseinheiten über den Tag verteilt.
Den Freitag bis zum abendlichen Training verbrachte ich mit einer kleine Radtour, entlang einer zum Radweg umgebauten
Eisenbahnstrecke und deshalb nur mit moderaten Steigungen versehen.
So war der Lehrgang beides, Training und Urlaub in Einem.
Der Lerninhalt der vier Tage war immer der gleiche: Grundschule, nur gerade Techniken. Aber es waren die Schwerpunkte,
die Akita Sensei setzte, welche das Training zu einer Herausforderung machten. Sein Leitmotiv ist: Keine unnötige Bewegung,
nicht einmal ansatzweise; eine Aufgabe, an der man täglich feilen kann.
Unermüdlich korrigierte Akita Sensei: „Fußausenkante in Gehrichtung, die Fußsohle des hinteren Beines fest auf dem Boden,
Schultern senken, Schulter lockern, die Arme bei den Techniken eng führen, nicht außen herum, sondern über die Körpermitte
arbeiten, das Lot vom Hinterkopf über den Rücken und Po bis hin zur Ferse halten (also aufrechter Oberkörper, beim
Rückwärtsgehen nicht den Po zuerst bewegen), sich bei den Techniken nicht öffnen ….“.
Eigentlich sind das alles Dinge, die uns unsere Trainer auch immer wieder einschärfen, aber sechs Trainingseinheiten nicht
anderes tun, als diese Prinzipien zu üben, unter ständiger Kontrolle und Korrekturen, das ist dann im wahrsten Sinne des
Wortes einprägsam.
Sechs Trainingseinheiten, in dieser Konzentration auf wesentliche Grundprinzipien, zeigten mir Karate wieder einmal aus
einem anderen Blickwinkel, nicht schneller, höher weiter, sondern mit Hingabe zum Detail. Deshalb werden Lehrgänge, gehalten
von Akita Sensei, auch weiterhin Pflicht für mich sein.
Ach ja, meine Fragen zu den Gleitschritten wurden auch beantwortet, auf Akita Senseis unnachahmliche Weise, mit wenig Worten
und sehr viel Körpersprache:
Suru = gleiten
Suri ashi: Oberbegriff für Gleitschritte
Okuru = abschicken
Okuri ashi: Das dem Ziel nähere Bein wird zuerst bewegt, das andere nachgezogen
Yoru = sich nähern, herankommen
Yori ashi: Das vom Ziel entfernte Bein wird erst herangezogen, dann das andere dem Ziel entgegen geschoben
Tsugu = hinzu fügen
Tsugi ashi: Akita hat das mit Supporting übersetzt, also ein Schritt, der eine andere Aktion unterstützt, der Gleitschritt
wird hinzu gefügt. Vom Ablauf her gleicht er dem Yori ashi.
Oss!
Günther.
Bilder
Der Stellplatz direkt vor der Halle bietet einen traumhaften Ausblick

Am Donnerstag und Freitag war es während des Abendtrainings zu dunkel, deshalb gibt es zuerst nur Bilder von der Radtour.
Ein ehemaliges Schrankenwärter-Haus am "Bähnle-Radweg"

Der Radweg auf dem alten Bahndamm

Für das Photo fuhr ich unter die Eisenbahnbrücke, der Radweg führt über die Brücke

Das Ziel: Der ehemalige Bahnhof in Bondorf

Akita Sensei

Smalltalk vor dem Schwitzen

Machmal mussten zum Absitzen zwei Reihen gebildet werden, damit alle Trainierenden in der Halle Platz fanden

Akita Sensei bei einer kleinen Ansprache, in welcher er um Unterstützung für Opfer der Tsunami-Katastrophe in Japan warb,

unterstützt vom Dojoleiter Anton Sàlat

Das Ausrichten der Reihen scheint zu den schwierigsten Karatetechniken zu gehöhren :-)

Die Dehnübungen dagegen scheinen für die Youngster kein Problem zu sein

Akita Sensei in Aktion

Egal ob es ein Gedan-, Chudan- oder Jodan-Tsuki ist, die Schulter bleibt unten

Die Außenkanten der Füße zeigen nach dort...

Die Halle bietet ein herrlichen Ausblick nach Süden, allerdings ist dadurch die Sonne nicht immer unproblematisch

Den Oberkörper aufrecht ...

... und die Füße schulterbreit auseinander

Der Meister hat immer alles im Blick

Auch beim Mae Geri soll der Körper die aufrechte Haltung beibehalten, das Knie soll möglichst hoch unter den Tsuki-Arm gezogen werden,

aber auch dabei bleiben die Schultern locker und tief

Jetzt gilt es, die Anweisungen umzusetzen

Beim Mae Geri wird gerne der Ellenbogen abgespreizt, Akita Sensei zeigt, daß auch bei der Kombination Mae-Geri / Oi-Tsuki der Ellenbogen eng am Körper geführt werden soll

Und ein neuer Zyklus Üben-Kritik-Üben-... beginnt
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