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Bericht über
Sascha Ungericht
„Ein echter
Karateka ist mehr als ein Kämpfer“ Niemand kann im
Karate-Do Perfektion erreichen, bevor er nicht letztlich zu der Einsicht
gelangt, dass es mehr als alles andere eine Lebensphilosophie ist. Sascha
Ungericht kennt die Weisheit von Gichin Funakoshi genau. Der 1957 verstorbene
japanische Meister hat die fernöstliche Kampfkunst erst aus dem Schatten des
Verborgenen geholt und später weltweit populär gemacht. Talent
des Jungen ist schnell erkannt Im Mai 2003 treten Sascha und sein jüngerer Bruder Marc dann dem Dojo Jiriki in Gäufelden bei. „Danach habe ich angefangen, mich nicht nur intensiv mit den Bewegungsabläufen auseinanderzusetzen“, erklärt der kampfsportbegeisterte Jettinger. Fortan las Sascha Ungericht viel über Funakoshis Weisheiten und dessen Philosophie: “Ein echter Karateka ist mehr als bloß ein Kämpfer. Denn um ausgeglichen zu sein, will auch der Geist trainiert werden“, erklärt der wissbegierige junge Sportler. Dieses Motto ist zum Leitmotiv geworden. Ungericht setzte sich auf den Hosenboden, machte seinen Realschulabschluß nach und besuchte für 2 Jahre eine Berufsfachschule.“ In Kürze stehen für mich die Abschlußprüfungen zum Fahrzeugmechatroniker an“, erzählt der Auszubildende im letzten Lehrjahr mit sanfter Stimme, „ darauf konzentriere ich mich gerade“. Das Karate muß daher in den Hintergrund treten. Ganz so unrecht ist das Sascha Ungericht nicht. „Ich habe im August meine 1. Dan Prüfung erfolgreich abgelegt“, berichtet der neue Schwarzgurt ohne Arroganz in der Stimme. Vorbei sind damit all die körperlichen Strapazen der einjährigen Vorbereitung: fünfmal joggen pro Woche, dazu tägliches Training. „Das war schon hart, sich neben der Ausbildung voll und ganz auf diesen einen Tag vorzubereiten“, gibt er zu, „deshalb ist es gut, dass es bis zum nächsten Grad noch eine ganze Weile hin ist“. Bis dahin gehen gut und gerne fünf, sechs Jahre ins Land. Im Augenblich ist sein Trainer und Lehrmeister Heiko Zimmermann erst einmal richtig stolz auf ihn: “Er hat kein einziges Training gefehlt und seine Sache richtig gut gemacht“. Dojo
wird ein Stück Zuhause Es trägt den namen „Jiriki“ - wörtlich übersetzt: Die eigene Kraft. „Es ist seit meinem Eintritt 2003 ein Stück Zuhause für mich geworden. Gerade, weil es nicht nur um die Wettkampferfolge geht, davon kann ich genug aufweisen“, sagt der Karateka. Das Imponiergehabe vieler Sportler ist nicht seine Sache. „Es gefällt mir nicht, dass manch einer seine Überlegenheit anderen gegenüber selbst dann noch demonstrieren muss, wenn der Kampf längst gewonnen ist“. Das liegt ganz auf
der Linie Funakoshis Philosophie: |