Bericht über Hallenkapazitäten

„Im Winter reichen die Hallenkapazitäten nicht“
Kampfsport: Das Karate Dojo Jiriki muß Anfängerkurs verschieben

Ein aufstrebender Verein in Gäufelden ist das Karate Dojo Jiriki, das mittlerweile über 120 aktive Mitglieder verfügt. Das größte Problem für den noch jungen Verein sind allerdings die im Winter
begrenzten Hallenkapazitäten in der Gemeinde.

VON ANDREAS GAUSS
 
Im Sommer, so Jiriki Pressewart Peter Altrichter, herrschen für den Club klasse Zustände:
„da ist es möglich, die Sporthalle Gäufelden an 3 Tagen bis zu anderthalb Stunden zu benutzen.“
Doch im Winterhalbjahr steht die dreiteilige Sporthalle in Nebringen nur noch an einem Tag und hier auch von den Drittel Kapazitäten nur eingeschränkt zur Verfügung. Einen festen Platz bekamen die Kampfsportler, die vor rund 8 Jahren ihren Übungsbetrieb aufnahmen, in der Bürgerhalle Tailfingen zugewiesen. Der steht ihnen auch in den Wintermonaten zur Verfügung. Hier gehe aber allmählich der Platz aus, so Altrichter: “ Über 50 Karateka trainieren hier regelmäßig und müssen sich auf Grund der engen Platzverhältnisse stark einschränken.“ So seien umfangreiche Kombinationen oder größere Kata (Kampf gegen einen imaginären Gegner) nur bedingt möglich. Der Jiriki Pressewart:“ Da tritt man schon mal dem Nebenmann auf die Zehen oder muß bei einer Abwehr-Konter-Aktion aufpassen, um niemand umzustoßen.“ Damit der Übungsbetrieb einigermaßen weiterlaufen kann, hat sich die Vereinsführung dazu entschlossen,
in den kommenden Wochen keinen neuen Anfängerkurs anzubieten. Altrichter: „Die Bürgerhalle lässt platztechnich keine dritte Gruppe zu.“ Am liebsten wäre es den Karateka, dass ihnen wie im Sommer eine zeweite Einheit in der Sporthalle eingeräumt werden könnte.

     Das ist ein vor allem im Jugendbereich super aufgestellter Verein

              Johannes Buchter

Allerdings verhält es sich laut „Gäubote“-Recherchen so, dass in der Winterbelegung (zwischen den Herbst und Osterferien) die Jugendfußballer der Jugendspielgemeinschaft Öschelbronn / Nebringen und Tailfingen sich den Hallenplatz aufteilen. Bürgermeister Johannes Buchter:“ Bereits als der Karateclub vor über 6 Jahren schon einmal die Kapazitätsfrage aufwarf, haben wir ein Belegungsbuch in der Sporthalle in Nebringen auflegen lassen – mit dem Ergebnis, dass von allen Vereinen eine zahlenmäßig gute Belegung gewährleistet worden war.“ Das Gemeindeoberhaupt hat schon in einigen Gesprächen dem Karate Dojo Jiriki klarzumachen versucht, dass manche Sportarten wie die Mannschaftssportarten Handball und Fußball große Flächen zum Üben bräuchte, auch wenn hin und wieder  nur zehn bis 15 Aktive die gesamte Sporthalle bevölkern würden. Der vom Karatwclub gewünschten „Umorganisation der Sporthallenbelegung in Nebringen“ (Altrichter) erteilte Buchter eine klare Absage:“ Im Grunde sehe ich es auch nicht als Aufgabe der Gemeinde an, dem einen Verein etwas wegzunehmen, um es dem anderen zu geben.“ Buchter verwies auf das Beispiel des Koronarsports, der vor über einem Jahrzehnt von der kleineren Bürgerhalle in die Sporthalle Gäufelden umziehen musste. Buchter:“ Da hängen 7 Ärtzte als Begleitpersonen dran. Ich wüßte nicht, wo wir die anders unterbringen sollten.“ Das Thema Hallenbelegung sei eher für die ARGE Sport, die Arbeitsgemeinschaft der sporttreibenden Vereine von Gäufelden, ein Thema. Wobei er für das Ansinnen der Karateka Verständnis hat:
“ Das ist ein, vor allem im Jugendbereich super aufgestellter Verein.“
Eine Untersuchung, so Buchter, habe allerdings ergeben, dass die Gemeinde von der Bevölkerungszahl her mit 3 Turn- und Sporthallen, zudem gibt es noch eine Vereinsturnhalle in Öschelbronn, von den Kapazitäten her ausreichend aufgestellt ist. Der Bedarf für den Schulsport könne in allen 3 Ortsteilen problemlos gedeckt werden. Weitere Hallenkapazitäten zu schaffen, damit die Vereinsangebote auch alle untergebracht werden können,
hält das Gemeindeoberhaupt auf „Gäubote“ – Anfrage schlichtweg“für Luxus“
    

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